Erbvertrag

 

Der Erbvertrag ist neben dem Testament nach deutschem Recht die zweite Möglichkeit, eine Verfügung von Todes wegen zu treffen.

 

Vom Testament unterscheidet er sich wie folgt:

  • Der Erbvertrag muss zwingend vor einem Notar geschlossen werden.
  • Der Erbvertrag muss eine wechselseitige Verfügung enthalten, hier kommen Erbeinsetzung, Vermächtnis und Auflagen in Frage.
  • Weitere einseitige Verfügungen sind möglich.
  • Erbverträge können auch von nicht verheirateten Paaren geschlossen werden (nicht so gemeinsame Testamente)
  • WICHTIG: beim Erbvertrag bindet sich der Erblasser gegenüber seinem Vertragspartner. Die Vertragsschließenden erlangen eine gesicherte Position in Gestalt einer Anwartschaft.
  • Die in einem Erbvertrag getroffenen Verfügungen von Todes wegen können grundsätzlich nur mit Zustimmung beider Vertragspartner geändert werden, nach dem Tode eines Vertragspartners überhaupt nicht mehr.

In der Praxis wird der Erbvertrag häufig mit einem Ehevertrag verbunden.