Testament

 

Mit einem Testament kann ein Erblasser bestimmen, wer ihn wie beerben soll. Es ist somit eine Anordnung, die von einer oder mehreren Personen getroffen wird, um Vermögensübertragungen auf den Tod zu regeln.

 

Es gibt verschiedene Arten von Testamenten:

  • eigenhändiges Testament: kann vom Erblasser ohne fremde Unterstützung aufgesetzt werden
  • öffentliches Testament: notarielle Beglaubigung notwendig
  • gemeinschaftliches Testament: Ehepartner setzen sich als Alleinerben ein (z.B. Berliner Testament)

 

Das Recht zu testieren konkretisiert das grundgesetzlich verankerte Recht auf Privatautonomie (Art. 14 Grundgesetz), was bedeutet, dass in Deutschland Testierfreiheit gewährt wird. Eingeschränkt wird es durch das Pflichtteilsrecht und durch formelle Vorschriften.

 

Formel gilt es, bestimmte Vorschriften zu beachten, um wirksam zu testieren. So muss ein Testament zwingend:

  • eigenhändig verfasst sein (d.h. handschriftlich erstellt, Vertretung ist ausgeschlossen), Ausnahme: notarielle Beurkundung
  • eine eindeutige Überschrift, beispielsweise "Testament" oder "Letzter Wille" haben,
  • eindeutige Angaben zum Erblasser und zu den Erben und weiteren Bedachten enthalten
  • die Unterschrift des Erblassers unter dem Testament mit Vor- und Zunahme enthalten
  • sowie Ort und Datum angeben.

Ohne diese Angaben kann ein Testament unwirksam sein oder es werden gesetzliche Auslegungsregeln angewendet. In solchen Fällen kann oft Streit entstehen. Diesen kann ein Erblasser gut vermeiden, indem er sein Testament wirksam erstellt, ggf. unter zu Hilfenahme von juristischer Beratung.

 

Der Testierende muss testierfähig sein (ggf. ärztliches Attest einholen).