Die Liste unterstützt Sie in der Situation nach einem Todesfall dabei, an alles zu denken, was erledigt werden muss:

 

Sofort zu erledigen:

  • Totenschein: entweder Arzt verständigen oder Totenschein wird vom Krankenhaus ausgestellt, nötig um die Sterbeurkunde zu beantragen,
  •  Wichtige Unterlagen zusammenstellen: Testament, Vollmachten (Vorsorgevollmacht, Bankvollmacht usw.) Organspendeausweis, Personalausweis, Geburtsurkunde, Krankenversicherungskarte, Renteninformationen, Versicherungspolicen und ggf. weitere Bestimmungen des Toten,
  • einen Bestatter beauftragen,
  • Sterbeurkunde: am dritten Werktag nach dem Todesfall muss beim Standesamt die Sterbeurkunde beantragt werden. Dafür ist folgendes nötig: Totenschein, Personalausweis, Geburts- oder Heiratsurkunde. Zuständig ist das Standesamt des Sterbeorts.
  • Angehörige, Freunde und Arbeitgeber benachrichtigen.
  • Versicherungen informieren z.B. Lebens-, Unfall- und Sterbegeldversicherung, am besten telefonisch, Unfallversicherung (wichitg: idR innerhalb von 48 Stunden informieren).

In der ersten Zeit nach dem Todesfall zu erledigen:

  • Testament: muss beim Nachlassgericht des Amtsgerichts am Wohnort des Verstorbenen abgeben. Dieses setzt dann einen Termin zur Testamentseröffnung an und benachrichtigt die Erben
  • Erbannahme – oder Ausschlagung: die Ausschlagung einer Erbschaft kann nur innerhalb von 6 Wochen nach Kenntnis erfolgen, bei Testament beginnt die Frist nicht vor Eröffnung des Testaments ($ 1944 BGB). Sonst gilt die Erbschaft als angenommen.
  • Erbschein: Bei Vererbung von Immobilien durch privatschriftliches Testament erforderlich. Diesen stellt das zuständige Amtsgericht aus. Das kann mehrere Wochen oder Monate dauern und je nach Höhe des Erbes eine drei- bis vierstellige Summe kosten
  • Wohnung: Wohnte der Verstorbene zur Miete, können die Hinterbliebenen mit einer Frist von drei Monaten kündigen. Teilte der Verstorbene den Haushalt mit seinem Ehegatten oder Lebenspartner, geht das Mietverhältnis auf diesen über.
  • Kabelfernsehen, Energieversorger, Telefonanbieter, Rundfunkbeiträge, Internet: ggf. kündigen oder ummelden
  • Versicherungen: Haftpflichtversicherung, Hausratversicherung, Wohngebäudeversicherung, KFZ-Versicherung: kündigen oder ummelden.
  • Krankenkasse: abmelden, neu regeln und die Krankenversicherungskarte zurückgeben. Wichtig: Mit dem Tod des Hauptversicherten endet auch die Familienversicherung seiner Angehörigen.
  • Witwen- oder Witwerrente: Hinterbliebenenrente bei der Rentenversicherung beantragen. Im sogenannten Sterbevierteljahr, den ersten drei Monaten nach dem Tod, bekommt der überlebende Partner die Rente des Verstorbenen in voller Höhe ausgezahlt.
  • Verträge kündigen: Mitgliedschaften in Vereinen, Zeitungsabonnements und andere Dienstleistungen kündigen. Reisen oder andere Aufträge stornieren.
  • Profile in sozialen Medien: entweder löschen, ohne Zugangsdaten die Unternehmen mit einem Brief oder einer E-Mail über den Todesfall informieren und bitten, den Accont zu löschen.
  • Finanzamt: innerhalb von drei Monaten das für die Erbschaftsteuer zuständige Finanzamt informieren. Nicht, wenn das Testament von einem Notar oder Gericht eröffnet wurde und der Nachlass keine Immobilien, Grundstücke, Anteile an Kapitalgesellschaften sowie Betriebs- oder Auslandsvermögen enthält. Ggf. ist eine Einkommensteuererklärung erforderlich.